Dub Style

Was ist Dub Style Tuning?

Dub Style – das Dub steht übrigens für mischen – hat sich in den frühen 2000er-Jahren in der amerikanischen Tuning-Szene entwickelt und ist eine Symbiose aus europäischen und amerikanischen Tuning-Elementen. Aus Europa übernommen wurde vor allem die Tatsache, dass der Motor meist unberührt bleibt und man lediglich die Optik des Fahrzeugs aufpoliert, da es hier weitaus strengere Vorschriften und Sicherheitsregeln gibt, die man befolgen muss, wenn man sein Fahrzeug tunen möchte. Aus Amerika stammt der Grundsatz, alles ein wenig zu übertreiben, die Felgengröße an ihre Grenzen zu bringen, und jede Menge Monitore und technisches Equipment einzubauen. Dabei darf natürlich auch eine ordentliche Musikanlage nicht fehlen und wer wirklich angeben möchte, darf auch eine Spielekonsole in sein Auto einbauen.

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Am ehesten kann man Dub Style mit “Show&Shine” vergleichen. Um die Steigerung der Leistung und Geschwindigkeit geht es nicht vorrangig, es kann aber ein Element des Gesamtkonzepts sein. Dagegen spricht aber, dass die “Grundmodelle” für den Dub Style meist große, schwere Fahrzeuge (Hummer H2 und H3, Cadillac Escalade, Jaguar XKR, BMW M3, Chrysler 300C) sind, die zwar ordentlich Leistung mitbringen, aber eher für gediegenes Cruisen bei langsameren Geschwindigkeiten gebaut sind. Die erste Tuning-Zeitschrift, die sich ausschließlich dem Dub Style widmete, war das “DUB Magazine“, von dem bisher 75 Ausgaben erschienen sind. Dieses veranstaltet in Zusammenarbeit mit Monster Energy und weiteren Partnern die “DUB Tour“, eine Autoshow, die in vielen Städten in den USA ihre Pforten öffnet und auf der ausschließlich Autos im Dub Style vorgestellt werden.

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Besonders prägnant sind die großen Felgen jenseits der 20 Zoll, die breiten Reifen und die Chromelemente. Außerdem werden die Autos stark tiefergelegt. Teilweise so stark, dass jede Bodenwelle zum Abenteuer wird, ob man sich den Auspuff abreisst oder nicht. Zum Finishing gehören Effektlacke von Chromlack über Candy und Perleffekt bis zu extrem matten Grau und Schwarz, rundum getönte Scheiben und helle Scheinwerfer (LED oder Halogen). Vor allem in Amerika kommt auch die Unterbodenbeleuchtung hinzu, die in Deutschland aber nur im Stand verwendet werden darf. Richtige Enthusiasten und Anhänger der Hip-Hop-Szene bestücken die Achsen zudem mit Hydraulik- oder Pneumatikpumpen, damit das Fahrzeug wie die “Low Rider” zur Musik (Hip-Hop und RnB) tanzen kann. Auch hier gilt aber: es darf nicht so extrem sein, dass die Optik darunter leidet. Dub Style ist deswegen die beste Art sein Auto zu tunen, weil es subtil ist und trotzdem auffällt, weil man sich keine Sorgen über die Laufleistung des Motors und anderen Teilen (abgesehen von den Reifen) machen muss und dem Auto trotzdem ein bissiges, sportliches Aussehen verleiht.

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